Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Altenholz

Impuls zum Karfreitag, 10.04.2020

von Diakonin i.V. Linda Schiffling

Gebet nach Psalm 22, 2-20
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Der Satz passt gerade, denn ich höre dich so selten.
Wie denn auch?
So viele vertrauen dir, obwohl sie dich auch nicht hören.
Und dann geht es ihnen gut mit diesem Vertrauen.

Aber ich… ich hadere mit dem Vertrauen in dich.
Zu glauben, dass du immer bei mir bist.
Mir geht meine Kraft manchmal aus. Ich fühle mich auch mal schlecht.
Und dann: Warum lässt du es zu? Böse Worte, Mobbing, Schmerzen, Tod,… unfair!

Trotzdem glauben so viele an dich.

Und auch mal ich.
Lebendige, sei nicht fern. Hilf mir, sei meine Stärke.
Amen

Still werden – bewusst machen
Ich lade Sie ein sich auf einen Text zu besinnen, der gleich eingeblendet ist.

Wenn Sie Zeit und einen Drucker oder ein Bearbeitungsprogramm wie Word haben, dann laden Sie sich auch gerne das Dokument (finden Sie am Ende) hinunter. Wenn Sie es ausdrucken, nehmen Sie sich dazu einen Stift.

Dann lesen Sie den Text. Und dann lesen sie zwischen den Zeilen. Markieren Sie sich Wörter, die Ihnen ins Auge springen. Dann suchen sie passende Wörter dazu, damit sich aus den eingekringelten Wörtern mit Hilfe weiterer Wörter Sätze entwickeln. Wenn Sie es am PC als Word-Dokument bearbeiten, können sie die Wörter farbig markieren.

Es entsteht ein Text, den man ebenfalls von links nach rechts lesen kann. Einzelne Wortteile herausnehmen ist auch möglich. Dann wird bspw. aus „Schwiegervater“ das Wort „Wiege“. Und dann streichen Sie alle anderen Wörter, bis nur noch Ihre eingekringelten Worte über bleiben. Bei Word hinterlegen Sie einfach alle anderen Wörter mit schwarzer Farbe.

Welche Gedanken sie dabei fokussieren ist Ihnen überlassen.

Ideen: Warum stirbt Jesus am Kreuz? Wer ist Gott für mich? Was bedeutet sich Besinnen? Wie geht es mir?
Weitere Inspirationen finden Sie im Internet, Stichwort „BlackOut Poetry“, oder Sie sehen sich zwei Beispiele am Ende an.

Gebet
Gott, bei dir darf und kann ich grübeln.
Und du gibst mir was zu denken.
Du unterstützt mich dafür mit Kraft,
Durchhaltevermögen und Stärke.
Amen

Segen
So segne und behüte uns
und alle die uns nah stehen
und alle die uns fern stehen
der mächtige und barmherzige Gott.
Amen

Musik zum Ausgang
Genießen Sie doch gerne noch zum Schluss das Orgelstück „O Mensch bewein dein Sünde groß“ (J.S. Bach) gespielt von Susanne Schwerk

Beispiele