Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Altenholz

Gedanken

Weihnachten – der Gegenentwurf!

Weihnachten – der Gegenentwurf!

„Die Nacht ist schon im Schwinden, macht euch zum Stalle auf! Ihr sollt das Heil dort finden, das aller Zeiten Lauf, von Anfang an verkündet, seit eure schuld geschah. Nun hat sich euch verkündet, den Gott selbst ausersah.“ Jochen Klepper hat dieses Lied 1938 für die Weihnachtszeit gedichtet. 1938! Mich berühren diese wenigen Worte, weil ich mir den historischen Kontext dieser Zeit bewusst mache. Das Unheil der Nationalsozialisten unter Hitler hatte bereits seinen furchtbaren Lauf genommen. Menschen, die der Ideologie der Nazis nicht folgten, wurden verfolgt, niedergeschlagen und mundtot gemacht.…

Weihnachten am 4. Dezember!

Weihnachten am 4. Dezember!

Am 4. Dezember fand in unserer Kirche das traditionelle Sternsingen aller Altenholzer Schulen statt. Die Schüler/Innen der Claus Rixen Schule, der Gemeinschaftsschule, sowie des Gymnasiums fluteten den Kirchraum mit weihnachtlichen Klängen. Es war eine große Freude, so gestimmt in die Adventszeit zu gehen. Der stimmungsvolle Abend klang mit einem gemeinsam gesungenen Kanon aus. Darin heißt es: „Mein Licht geht auf und leuchtet. Mein Licht bleibt nicht allein. Gleich geht ein helles Leuchten weit in die Welt hinein. Von mir zu dir, von mir zu dir, weit in die Welt hinein.“…

Himmel

Himmel

Unsere Reise in den Himmel ist kein Umzug aufs Altenteil, sondern ein Nach-Hause-Kommen. Denn „Himmel“ ist die Bezeichnung für Gottes Wohnung. „Nichts kann uns trennen von der Liebe Gottes“ – das ist das Versprechen, das uns in die Wiege gelegt wurde. Darauf dürfen wir auch unter Tränen und Schmerz unser Vertrauen legen. Wenn wir einst in den Himmel kommen, werden wir schwerelos, erlöst und von guten Mächten wunderbar geborgen sein, weil wir Gottes Wohnzimmer mit ihm teilen dürfen. Die Dinge sehen dann ganz anders aus: kleiner, aber übersichtlicher; gelassener, grenzenloser,…

Migration in der Bibel

Vorbemerkung Migration, Flucht: Das sind keine neuzeitlichen Phänomene, sie sind so alt wie die Menschheit, ja, sie sind Ursprünge der Menschheit. Auch die Bibel spiegelt diese Erfahrungen vielfach wider. Die erste Migrationsgeschichte ist die Vertreibung Adams und Evas aus dem Paradies, sie müssen fern ihrer paradiesischen Heimat unter erschwerten Bedingungen neu anfangen. Von Flucht ist die Geschichte ihres Sohnes Kain geprägt, der nach dem Mord an seinem Bruder rechtlos durch die Welt irrt. 1. Abraham Abram kommt ursprünglich aus Ur in Chaldäa. Mit seinem Vater kam er nach Harran (1.…

Auschwitz

Auschwitz

…ein Ort, der nicht mit Adjektiven beschreibbar ist. Heute, trotz der vielen Menschen, die diesen Ort des Schreckens besuchen, ein stiller Ort. Versuche, mich in das damalige Lagerleben hineinzuhören, wollten einfach nicht gelingen. Mein Gehirn streikte, außer Schreie, Schüsse und ein wenig Menschengemurmel wollten keine Stimmen zu mir vordringen. Auch wenn ich ungefähr erahnen konnte, was auf einen zukommt, wenn man so einen denkwürdigen Ort besucht, mindert dieses Wissen in keiner Art und Weise die Wut, den Hass und auch die Ohnmacht, die mich überfiel, die ich den Menschen gegenüber…

Es sollen nicht aufhören…

…Sommer und Winter, Saat und Ernte, Frost und Hitze, Tag und Nacht. Dieser Satz steht in der Bibel. Und manchmal möchte ich der Aufzählung gerne hinzufügen: Und Weihnachten? Weihnachten soll auch nicht aufhören. Jedes Jahr kommt es wieder. Egal, was hier unten auf der Erde los ist. Weihnachten kommt wieder und gibt uns eine neue Chance. Letztes Jahr ist die Gans im Ofen verkohlt? Macht nichts. Übung macht den Meister. Letztes Jahr war keine Zeit für eine ruhige Stunde? Macht nichts. Dieses Jahr kriegen wir das vielleicht hin. Letztes Jahr…

Weihnachten klingt

Weihnachten klingt

Es gibt genug schlechte Nachrichten. Doch jetzt ist Weihnachten. Zeit für gute Nachrichten. Davon ist  zu erzählen. Seit dem ersten Advent ist es immer weihnachtlicher geworden. Zum Beispiel beim Sternsingen am 5.12. Als die Kinder der Claus Rixen Schule „In dulci jubilo“ zu singen begannen, breitete sich ein kräftiger, weihnachtlicher Klang aus! Der Lehrerchor sang „Forunderligt at sige“ so einfühlsam, dass mir ganz warm wurde. Als Andrea Leopold am Schluss den Kanon „Mein Licht geht auf und leuchtet“ anstimmte, da war der ganze elende Stress und „Schnell noch mal zum…