Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Altenholz

„Willst Du Frieden, bereite Frieden vor“

„Hallo, aufwachen! Die Hütte brennt!“ So beginnt der Artikel von Margot Käßmann in der christlichen Zeitschrift ‚Publik Forum‘ in der sie Christinnen und Christen aufruft, sich für den Frieden stark zu machen. Nun ist Bundestagswahl – Wen werden wir warum wählen? – Als kirchliche Friedensgruppe machen uns die zunehmenden Konfrontationen, die steigenden Militärausgaben und die Abschottung der EU gegenüber Hilfesuchenden große Sorgen. Dies alles wird unser zukünftiges Zusammenleben in Deutschland genauso, wenn nicht weit stärker in Frage stellen als der Klimawandel.

Unsere Überzeugung ist es, dass unsere menschliche Gestaltungskraft, Empathie aber auch Finanzmittel in die Förderung des Friedens und Interessensausgleichs fließen müssen!

Wir haben daher der Direktkandidatin und den Direktkandidaten des Wahlkreises Kiel zu dem auch Altenholz gehört Fragen zugesandt, deren Antworten in der Kirche ausgelegt werden. So möchten wir eine Grundlage legen, Wahlentscheidungen auch unter friedenspolitischen Aspekten zu treffen. Die Briefe an Luise Amtsberg, Lorenz Gösta Beutin, Max Mordhorst, Mathias Stein und Thomas Stritzl (Reihenfolge alphabetisch) sind verlinkt.

Willst Du Frieden

Das Bild der Taube mit dem Zweig von Picasso hat lange unsere Gebetsecke bestimmt. Der Ausspruch „Willst Du Frieden, bereite Frieden vor“ setzt sich klar von dem römischen Spruch „Si vis pacem para bellum („Wenn du (den) Frieden willst, bereite (den) Krieg vor.“) ab.
John Noble beschrieb 1863 erstmals die Entwicklung zeitgemäßer Friedenskonzepte (nach https://de.wikipedia.org/wiki/Si_vis_pacem_para_bellum):

„Friede sowohl in inner- als auch in zwischenstaatlicher Hinsicht sollte verstanden werden als ein gewaltfreier und auf die Verhütung von Gewaltanwendung gerichteter politischer Prozeß, in dem durch Verständigungen und Kompromisse solche Bedingungen des Zusammenlebens von gesellschaftlichen Gruppen bzw. von Staaten und Völkern geschaffen werden, die nicht ihre Existenz gefährden und nicht das Gerechtigkeitsempfinden oder die Lebensinteressen einzelner oder mehrerer von ihnen so schwerwiegend verletzen, daß sie nach Erschöpfung aller friedlichen Abhilfeverfahren Gewalt anwenden zu müssen glauben. Um Frieden zu erreichen, sind deshalb anhaltende Bemühungen um Rechtsstaatlichkeit, Erwartungsverläßlichkeit, ökonomischen Ausgleich und Empathie erforderlich.“

Renke Brahms, der Friedensbeauftragter der evangelischen Kirche hat unter diesem Titel in oben genannter Zeitschrift die Notwendigkeit betont, endlich dem Zivilen Vorrang vor dem Militärischen zu geben (siehe: https://www.publik-forum.de/Religion-Kirchen/willst-du-frieden-bereite-frieden-vor).