Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Altenholz

Umkehr zum Frieden – die ökumenische Friedensdekade 2020

Was für eine Zeit!

Wir haben den Ausgang der Präsidentschaftswahl in der USA verfolgt. Gebannt, wie ein Kaninchen auf die Schlange starren wir auf die Hoch­rechnungen, und kurz darauf auf die steigende Zahl der Coronainfizierten.

Wir hören von Terroranschlägen, Toten und Verletzten. Rassismus in den verschiedenen Formen und längst vergessen geglaubte stramm-nationale Töne schwirren durch die Straßen und Foren.

Ängste – ein Bedrohungsgefühl wächst und lässt sich schwer kontrollieren.
Und dann sind da die Kommentator*Innen, die uns die Zukunft deuten:

Europa muss mehr Verantwortung übernehmen…
Europa muss sich selbst verteidigen …

Im Schatten der Pandemie und mit dem Wind der US-Wahl wird Militarisierung als DIE Lösung für Ängste und die Aufgabe der Zukunft beworben … wohl wissend, dass Militarisierung und Militäreinsätze nicht zur Befriedung der vielfältigen Konflikt führten und führen.

Die Antwort der Friedensdekade auf diese zerrissene Zeit ist eine andere:

            Umkehr zum Frieden.

Der Ausweg aus der Sackgasse?
Unübersehbar bewegen wir uns in eine Sackgasse: Immer mehr Menschen leiden unter Umweltkatastrophen, Ungerechtigkeit und Krieg. Viele Menschen müssen flüchten oder wandern unfreiwillig aus.

Das Motto der Okumenischen FriedensDekade 2020 vermittelt zwei Botschaften:
Eine Abkehr von der jetzigen Praxis ist notwendig und radikale Veränderungen sind machbar!

Wie kann die Idee der „Umkehr zum Frieden“ von einer breiten Bewegung getragen werden und generell mehr Einfluss gewinnen? Was können wir von den Regierenden erwarten? Was von einer Wirtschaft, die weltweit den Prinzipien der sogenannten freien Marktwirtschaft und dem Ziel der Gewinnmaximierung folgt?

Die Unzufriedenheit mit den wirtschaftlichen sozialen und politischen Verhältnissen wächst. Aber der Protest mündet in vielen Teilen der Welt zumeist nicht in grundlegende Veränderungen. Der Widerstand der Nutznießer des Bestehenden ist groß und Regierungen haben oft kein Interesse an einer radikalen Umkehr.
Und / Aber: sind wir nicht auch alle selbst Nutznießer?

So wenig wie militärische Interventionen zum Frieden führen, so wenig kann den Menschen das Umdenken ‚verordnet‘ werden. Darum gilt es den ökumenischen Prozess „Für Gerechtigkeit, Frieden & Bewahrung der Schöpfung“ weiterzugehen und an der Informations- und Überzeugungsarbeit festzuhalten.

Frieden und Gerechtigkeit wie auch achtsames Handeln gegenüber unserer Lebensgrundlage ‚Welt‘ fällt nicht vom Himmel. Vielmehr bedarf es immer wieder vielfältiger Anstrengungen für eine ‚Umkehr zum Frieden‘ und Christ*innen sind gewiss:  auf diesem langfristig angelegten Weg liegt Gottes Segen.

Diesen Impuls sowie die Friedenszeitung der Dekade finden Sie ausgelegt im EBZ.
Mehr Impulse finden sie unter www.friedensdekade.de
Für die Friedensgruppe A. Zeddel