Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Altenholz

Hoffnungsläuten

Innehalten und Zeit nehmen am Mittag.

In den Kirchengemeinden von Sylt bis Usedom, in unserer Nordkirche, läuten die Gebetsglocken täglich um 12 Uhr.

Wir läuten auch.

Nehmt euch gerne die Zeit, haltet einen Moment inne, denkt an das, was euch beschäftigt, sprecht ein Gebet (findet eigene Worte oder das Vater Unser), seid euch gewiss, dass viele Menschen innehalten und wir alle miteinander und mit Gott verbunden sind!

„Die Glocken laden dazu ein, mitten am Tag um  Trost und Kraft für uns und andere zu bitten. In einer Zeit, in der wir aus guten Gründen Abstand halten, ist es ein Zeichen der Hoffnung und Verbundenheit, wenn wir in großer Gemeinschaft für einen Moment innehalten.“ (Bischof Gothart Magaard)

Die Botschaft

Wir läuten die Glocken als Zeichen der Hoffnung in schwere Zeit.

Der Klang der Glocken verbindet alle, die sie hören, von Flensburg über Hamburg bis Usedom.

Wir verbinden uns mit uns selbst (indem wir einen Moment innehalten), mit anderen (indem wir an sie denken) und vielleicht mit Gott (indem wir beten).

Auch die Menschen, die im Moment einsam sind und nicht besucht werden, hören die Glocken und gehören dazu.

Die Glocken erinnern:  Es ist an der Zeit, innezuhalten, zu beten! Sich zu besin­nen auf das, was tröstet und stärkt und uns trägt angesichts dieser globalen Krise.

Sie unterbrechen unsere Gedanken und Sorgen, unsere Arbeit und Einsamkeit.

Die Glocken rufen Christen seit vielen Jahrhunderten zum Gebet.

In dieser Zeit können sie zum Erinnerungsruf für alle werden, sich einmal am Tag Zeit zu nehmen, um in sich zu gehen und neue Hoffnung und Kraft zu schöpfen.

GEBETSVORSCHLÄGE

GEBET 1

Hoffnungsläuten


Den Klang hören und durchatmen.

Mit Gott sprechen. Vielleicht so:

Gott, sei bei mir.

Höre meine Sorgen.

[Stille]

Höre meine Bitten:

Für die Kranken.

Für ihre Angehörige.

Für die Pflegenden.

Für die, denen das Geld ausgeht.

Für die Erschöpften.

Für die Sterbenden und die Trauernden.

Tröste, trage, liebe alle, die dich brauchen.

[Stille]

[Vaterunser]

Gott sagt:

Fürchte dich nicht. Ich bin bei dir.

Lass mich darauf vertrauen.

Danke für alles, was stärkt.

Amen.


GEBET 2 [für Menschen ohne christlichen Hintergrund]

Hoffnungsläuten

Es ist Zeit, eine kurze Pause einzulegen.

Ich denke an Menschen, die es schwer haben.

Ich erinnere mich an alles, was mich tröstet und stärkt.

Ich halte einen guten Gedanken fest.

Ich verbinde mich mit Menschen, die gerade auch die Glocken hören.

Ich bin nicht allein.


GEBET 3

Hoffnungsläuten

Es ist Zeit innezuhalten, durchzuatmen, zu beten.

Wir bringen vor Gott, was uns bewegt.

Wir bitten für die Menschen, die jetzt für uns ihren Dienst tun.

Wir bitten für die Kranken.

Wir bitten um Hoffnung und Herzenskraft.

Wir sind verbunden mit allen.

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

Amen


GEBET 4

Hoffnungsläuten

Hören Sie auf den Klang

Atmen Sie tief durch.

Schließen Sie die Augen,

vielleicht legen Sie sich die Hand aufs Herz.

Denken Sie an die Menschen, die es jetzt besonders brauchen.

Schweigen, auf die Glocken hören

Beten Sie ein Vaterunser

Von guten Mächten wunderbar geborgen,

erwarten wir getrost, was kommen mag.

Gott ist bei uns am Abend und am Morgen,

und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Amen