Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Altenholz

Leinen los!

Zukünftige Zusammenarbeit der Kirchengemeinden Altenholz, Holtenau, Pries-Friedrichsort und Schilksee-Strande.

Ein bisschen ist es so wie auf einem gemeinsamen Segeltörn: Es fängt damit an, dass die Mitglieder der Crew einander etwas näher kennenlernen. Schließlich will man wissen, wer wie „tickt“ und welche besonderen Stärken oder Schwächen es zu berücksichtigen gilt. Dann erst wird sich herausstellen, ob man sich auf eine längere gemeinsame Reise begeben will.

So haben die Mitglieder der Steuerungsgruppe für den Regionalisierungsprozess der Kirchengemeinden Altenholz, Holtenau, Pries-Friedrichsort und Schilksee-Strande ihre Arbeit begonnen: indem sie einander davon erzählen, was sie an ihrer Gemeinde besonders schätzen und was ihr Bild von Kirche ist. Es gibt eine Neugier auf einander und zugleich ein neues Bewusstsein, wofür das Herz in der eigenen Gemeinde schlägt. Dieser Prozess weitet den Blick und das Herz – und allein dadurch zeichnet sich ab, dass es ein Gewinn sein könnte, sich in den kommenden Jahren mehr aufeinander einzulassen.

Das neue Miteinander bringt aber auch schon erste praktische Veränderungen mit sich. Die Gemeinden haben beschlossen, hin und wieder Gottesdienste gemeinsam zu feiern. So soll der Ostermontag in Pries, der Himmelfahrtstag in Schilksee, der Pfingstmontag in Holtenau und der Reformationstag in Altenholz begangen werden – eine gute Gelegenheit, dass auch die Gemeinden einander näher kennenlernen. Darüber hinaus werden die Pastor/innen einander in den Sommerferien einladen, jeweils in einer der Nachbarkirchen um 18 Uhr einen Abendgottesdienst zu gestalten; davon wird in der nächsten Ausgabe zu berichten sein.

Auch die in den vier Gemeinden für die Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Personen haben sich schon zusammengesetzt, um zu überlegen, ob im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit enger kooperiert werden könne – etwa durch eine gemeinsam gestaltete Internetseite.

Noch weiß niemand so genau, wohin die Reise geht. Die vier Kirchengemeinderäte haben Anträge an die jeweiligen Kirchenkreissynoden gerichtet, die Grenze zwischen den Kirchenkreisen Altholstein und Rendsburg-Eckernförde einvernehmlich so zu verändern, dass die vier Gemeinden nördlich des Kanals künftig zu einem Kirchenkreis gehören. Was daraus wird, liegt in der Hand der Synoden und muss gut bedacht und geprüft werden.

Bis die Entscheidung über die Kirchenkreisgrenzen gefallen ist, bleiben die vier Gemeinden freudig miteinander unterwegs, lernen einander besser kennen und genießen die Fahrt. Eher inoffiziell hat sich dafür ein kleines Zeichen etabliert, das manche an einen bunten Spinnacker erinnern wird. Wer dieses Zeichen sieht, erkennt: Hier sitzen Gemeinden mit gutem Rückenwind in einem Boot.

Ihre Pastoren Okke Breckling-Jensen und Dirk Große