Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Altenholz

Ökumenische Friedensdekade 2018

Ein Impuls von Andreas Zeddel aus dem Predigtimpuls zum Friedensgottesdienst am 11.11.2018 und dem Themenabend zur Friedensdekade am 15.11.2018:

Homo sapiens. Der kluge Mensch. Der einsichtige Mensch. Einsicht durch Fragen.

Der Mensch ist ein Fragender.
Jeder von uns stellt die gleichen Fragen, um die Welt zu verstehen –
Zuerst die grundlegenden Fragen:
Wo und Wann? Was ist geschehen? Wer? Wie? Warum?
Ist ein Gewaltakt geschehen, so wollen diese Fragen beantwortet sein.

Die ökumenische Friedensdekade 2018 steht unter dem Motto „Krieg 3.0“.
Die Friedensdekade stellt die Frage des ‚WIE?‘ des Krieges in den Vordergrund.
Gewalt hatte zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Gesichter.

War zur Jesu Zeit das Schwert – und das Kreuz – Mittel und Symbol der Gewalt,
so war die erste waffentechnische Revolution
die Erfindung des Schießpulvers.

Krieg 1.0 veränderte die Welt und die Art der Gewaltausübung.
1916 – Verdun: Sie wissen um das Grauen, das in diesen beiden Worten liegt.
Der erste Weltkrieg – fast zehn Millionen Todesopfer und etwa 20 Millionen Verwundete.
Ein Flottenbefehl kurz vor Ende des Krieges, der die britische Marine zu einer Entscheidungs­schlacht locken sollte, obwohl die Kriegslage aussichtslos war und Friedensverhandlungen anstanden, war letzter Auslöser einer Revolution. Matrosen und Arbeiter verbündeten sich. Es kam zu einem allgemeinen Aufstand. Von Kiel aus wurde der Impuls zur Ausbreitung der Unruhen gegeben, die dann zur reichsweiten Novemberrevolution, zum Ende der Monarchie in Deutschland und in der Folge zur Errichtung der Weimarer Republik führten.

100 Jahre ist das nun her.

Der zweite Weltkrieg – 60 Staaten waren am Krieg beteiligt, mehr als 110 Millionen Menschen standen unter Waffen. Die Zahl der Kriegstoten liegt zwischen 60 und 70 Millionen.
Der Holocaust an den Juden, die Verfolgung und Ermordung der Sinti und Roma, Opposi­tioneller, Andersdenkender, Behinderter und Homosexueller forderten mehrere Millionen Menschenleben.
Das Grauen hatte sich vervielfältigt. Die Folgen des Krieges, Not, Vertreibung und Elend, prägten für viele Jahre lang den Beginn der Bundesrepublik.
Zum Ende des zweiten Weltkrieges begann am 6. August 1945 in Hiroshima Krieg 2.0.

Die Atomwaffen haben eine wieder eine neue Art der Bedrohung und Kriegführung geschaffen.
Atomwaffen führen zu Massenmord, dessen riesige Opferzahlen und Auswirkungen auf die gesamte Erde einer apokalyptischen Vision entspricht.
Eine Antwort auf die Frage „Wer?“ wird – zumindest auf der Seite der Opfer – fast unmöglich.

Was ist ‚Krieg 3.0‘ ?

Eine dritte Revolution der Kriegsführung wird sichtbar – darauf wollen die Initiatoren der ökumenischen Friedensdekade hinweisen. Der Krieg wird digital – das Kreuz wird digital –
so zu sehen auf dem Plakat der Friedensdekade.

2010 hat die Schad-Software, der ‚Wurm‘ ‚Stuxnet‘ in der iranischen Anreicherungs­anlage Natans vermutlich bis zu tausend Uran-Zentrifugen zerstört. So wird Krieg 3.0 geführt.

Meldungen:

  • Anfang November wurde bekannt, dass Häcker sensible Daten von einem Server in Nordrhein-Westfalen gestohlen haben, darunter Daten kritischer Infrastrukturen, u.a. des französischen Atomkraftwerkes Fessenheim in der Nähe der deutschen Grenze.
    Die Daten – 65 Gigabyte in rund 11 000 Dateien – wurden im Darknet angeboten.
  • Deutschland soll mit Investitionen von 6 Milliarden €uro führender Standort für künstliche Intelligenz werden.
  • Eine eigene Truppeneinheit neben Heer, Marine und Luftwaffe hat Deutschland seit einem Jahr: 13000 Soldaten einschließlich Cyberreservisten. Auf der Seite des „Kommandos Cyber- und Informationsraum“ so der offizielle Name der Truppeneinheit steht z.B. im November: Deutschland ist einzigartig in seiner Vereinigung von IT, Aufklärung und Wirkung in einem Organisationsbereich. Doch wie können Kräfte aus diesen Bereichen so zusammenarbeiten, dass sie die bestmögliche Wirkung erzielen? Das war das Leitthema des hochkarätig besetzten 41. Workshops des Multinational Information Operations Experiment von 22.-25. Oktober 2018 in Bad Neuenahr.“

All dies hat auch mit Krieg 3.0 zu tun.

Die Fragen, die wir stellen, um zu begreifen, werden zukünftig schwer zu beantworten sein.
Die Entwicklung der Gewaltmittel hat sie von Weltkrieg zu Weltkrieg diffuser werden lassen.
Wo und Wann?“ wird im beginnenden Zeitalter der digitalen Kriegführung nur noch Teilantworten ermöglichen. Das „Wer?“ wird zur großen, fast unlösbaren Frage werden – Täter werden ihre Opfer nicht mehr ansatzweise ’sehen‘. Und Opfer nicht mehr die Täter.
Denkt man die automatisierten Waffensysteme weiter, schreiben Täter zukünftig Algorithmen.

Krieg wandelt sich – die Folgen können so dramatisch sein wie die früherer Kriege.
Vielleicht – vermutlich – dramatischer.

Es ist dabei neben der technischen Raffinesse die immer weiter zunehmende Entmenschlichung des Krieges zu sehen. Nicht dass Krieg bisher ‚menschlich‘ gewesen wäre.
Aber dass mein Großvater an der Ostfront dem ‚Russen‘ auf der anderen Seite in die Augen sah und nicht schoss, hat er später erzählt.

In der Zukunft wird es möglicherweise anders:

In dem Kurzfilm ‚Slaughterbots‘ , also ‚Schlachtroboter‘, wird die Vision erzählt, dass irgendwann demnächst kleine Drohnen mit Gesichtserkennungssoftware und 3 g Sprengstoff angeboten werden könnten. In diesem Film bewirbt der Verkäufer vor großem Publikum die Effektivität dieser Waffe. „Man sagt, Menschen töten und nicht Maschinen – das stimmt nicht“ so erklärt er an einer Stelle des Film. Menschen haben Hemmungen, sind emotional, sie drücken im entscheidenden Moment nicht ab, zielen nach oben, Menschen würden zu oft nicht töten – Maschinen tun es!“. Und es folgt eine Szene, in der man sieht, wie die Minidrohnen 4 Gangster verfolgen – „…und glauben Sie mir, es sind ‚bad guys‘!“, versichert der Verkäufer der Drohnen – und man sieht und hört, wie die Drohnen die Gangster ausschalten. 4 Drohnen, 4x setzen sie auf den Gesichtern der verstreut Fliehenden auf, 4x knallt es, und 4 Menschen liegen niedergestreckt da.
Der Saal ist begeistert.

Der Blick in diese potentielle Zukunft rüttelt auf.

Drohnen werden momentan noch von Menschen gesteuert. Wie wird es in 10 Jahren sein?
Automatisiert. Wenn wir der technischen Entwicklung nicht Schranken auferlegen.

Jan Gildemeister, der Vorsitzende der Ökumenischen Friedensdekade, sagt dazu:
Mit dem Motto ‚Krieg 3.0‘ wollen wir ein Bewusstsein für die Gefahr schaffen, die in den aktuellen Entwicklungen im militärischen Sektor liegt. Entwicklungen, die kriegerische Auseinandersetzungen durch technologische Weiterentwicklungen wieder sinnvoll und möglich erscheinen lassen – Der Mensch soll in der unmittelbaren Kriegführung vor Ort durch Roboter und Maschinen ersetzt werden. Damit wird die Bereitschaft zunehmen, Konflikte wieder militärisch zu lösen und Krieg(e) zu führen“.

In den Vorbereitungsunterlagen werden zwei Aspekte von Krieg 3.0 betrachtet http://www.friedensdekade.de/pressebericht/krieg-3-0-motto-leider-aktueller-als-gewuenscht/ :

  • Autonome Waffensysteme – die auch gerade Thema einer großen UN-Konferenz in Genf waren
  • und Schadsoftware – ‚Cyberwar‘

Beiden Aspekten von Krieg 3.0 ist gemein, dass die Frage ‚Wer hat das getan?‘ schwer bis gar nicht beantortet werden kann. Bei autonomen Waffensystemen wie auch bei Würmern, Trojanern etc. – die ja im weiteren Sinne auch autonome Waffensysteme sind – entgleitet die Täterzuordnung . Es entstehen Verdachtsmomente, willentlich gestreute falsche Fährten, Verunsicherung und Schuldzuweisung ohne die Möglichkeit, Belege anzuführen.
In einem solchen Klima wird die Gefahr von Eskalation extrem.

Die Initiatoren der Friedensdekade verweisen u.a. auf folgendes Filmmaterial:

Der Kurzfilm ‚Cyberpeace‘ (https://cyberpeace.fiff.de/Kampagne/Home) stellt die Hintergründe von Cyberwar dar. Der Film beschreibt die Anfälligkeit unserer modernen digitalen Gesellschaft für feindliche digitalte Angriffe durch Würmer, Trojaner, Viren. Es gibt Programmpakete, die von Regierungen in Systeme eingeschleust werden, um im Ernstfall, im Verteidigungsfall, im Fall eines Angriffes Infrastruktur lahmzulegen, Kommunikation zu stören, spezielle Ziele gezielt auszuschalten – alles Situationen, die man vielleicht aus Romanen wie ‚blackout‘ kennt, deren Auswirkungen wir vermutlich jedoch nur ansatzweise einordnen können.
Der Film zielt auf die Ächtung digitaler Kriegsführung, auf die Ächtung des Einsatzes von Würmern, Trojanern und stellt diese Art der Kriegsvorbereitung und –führung auf eine Stufe mit dem Einsatz chemischer oder biologischer Kampfstoffe.

Der andere Kurzfilm mit dem Namen ‚Slaughterbots‘ – Schlachtroboter – ist eine Vision, die vielleicht in 5, 10 oder 20 Jahren spielt. Eine Vision über ein autonomes Waffensystem mit besonderen Eigenschaften, die bei weiterer Miniaturisierung verschiedenen aktuell verfügbarer Komponenten denkbar ist: Minidrohnen mit Gesichtserkennung und einer Sprengstoffmenge, die gerade ausreicht, einen Menschen zu töten.
Wir haben lange diskutiert, welchen der beiden Filme wir beim Themenabend im Rahmen der Friedensdekade zeigen. Wir haben uns für die Vision ‚Slaughterbots‘ entschieden, da der Film sehr einprägsam ist und wir selbst merkten, dass eine Menge ‚Aktivierungsenergie‘ bei uns selbst entstand, auch wenn der Film einem Thriller nachempfunden ist. Es ist ein Film, bei dem man sich trotz der nur 8 min ‚festschnallen‘ muss, weil die Szenen teilweise sehr schnell wechseln und der Schnitt der Nachrichtencollage das Sich-Über­schlagen der Ereignisse, wenn so etwas Wirklichkeit werden sollte, perfekt darstellt.

Folgen Sie dem Link http://autonomousweapons.org/slaughterbots/ und lassen Sie sich aktivieren!

Zu den Hintergründen des Films: Der Film ist von der Gruppe ‚Ban Lethal Autonomous Weapon‘ erstellt. Diese Gruppe unterstützt die Kampagne zum Stopp von Killerrobotern. Diese Kampagne ist durch eine Vielzahl von Nicht-Regierungsorganisatoren getragen, darunter Human Right Watch und Amnesty International. Sie finden Sie unter https://www.stopkillerrobots.org/act/.

Die Grundlage des Films ist letztlich ein offener Brief, den eine Vielzahl von Verantwortlichen im Bereich der Entwicklung künstlicher Intelligenz vor 3 Jahren an die Regierungen der Welt geschrieben hat. Einer der Initiatoren dieses offenen Briefes ist Stuart Russell von der Universität Berkeley, der im Filmabspann das Schlusswort spricht.
D
er Brief ist mit Stand Mitte November 2018 von 3978 Forschern auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz und Robotik, sowie 22540 weiteren Personen unterzeichnet worden. In dem Brief heißt es :

Autonome Waffen wählen und bekämpfen Ziele ohne menschliches Zutun.
Dazu können beispielsweise bewaffnete Quadcopter gehören, die Menschen suchen und eliminieren können, die bestimmte vordefinierte Kriterien erfüllen. Marschflugkörper oder ferngesteuerte Drohnen sind keine autonomen Waffen, da der Mensch die Zielentscheidungen trifft.
Die Technologie der Künstlichen Intelligenz (KI) ist an einem Punkt angelangt, an dem der Einsatz solcher Systeme innerhalb von Jahren, nicht Jahrzehnten möglich ist, und die Einsatzmöglichkeiten sind enorm: Autonome Waffen kann man als die dritte Revolution in der Kriegsführung bezeichnen, nach Schießpulver und Atomwaffen.
Es wurden viele Argumente für und gegen autonome Waffen vorgebracht, z.B., dass der Ersatz von menschlichen Soldaten durch Maschinen gut ist, indem die Opfer für den Besitzer der autonomen Waffen reduziert werden, aber schlecht, indem dadurch die Schwelle für den Kampf gesenkt wird.

Die Schlüsselfrage für die Menschheit ist heute, ob sie einen globalen KI-Rüstungswettlauf starten wird oder ihn verhindern kann. Wenn eine große militärische Macht die Entwicklung von KI-Waffen vorantreibt, ist ein globales Wettrüsten praktisch unvermeidlich, und der Endpunkt dieser technologischen Entwicklung ist offensichtlich: Autonome Waffen werden zu den Kalaschnikows von morgen. Im Gegensatz zu Atomwaffen benötigen sie keine teuren oder schwer zu beschaffenden Rohstoffe, so dass sie allgegenwärtig und billig für alle bedeutenden Militärmächte zur Massen­produktion werden. Es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis sie auf dem Schwarzmarkt und in die Hände von Terroristen und Diktatoren gelangen, die ihre Bevölkerung besser kontrollieren wollen.

Autonome Waffen sind ideal für Aufgaben wie Attentate, Destabilisierung von Nationen, Unterwerfung der Bevölkerung und selektive Tötung einer bestimmten ethnischen Gruppe. Wir glauben daher, dass ein militärisches KI-Rüstungswettlauf für die Menschheit verheerend wäre.
So wie die meisten Chemiker und Biologen sich gegen den Bau chemischer oder biologischer Waffen wenden, haben die meisten KI-Forscher kein Interesse am Bau von KI-Waffen …
Tatsächlich haben Chemiker und Biologen internationale Abkommen, die chemische und biologische Waffen erfolgreich verboten haben, unterstützt, so wie die meisten Physiker die Verträge über das Verbot weltraumgestützter Kernwaffen und die Blendung durch Laserwaffen unterstützt haben.

Zusammenfassend glauben wir, dass die Künstliche Intelligenz ein großes Potenzial hat, der Mensch­heit in vielerlei Hinsicht zu nutzen, und dass das Ziel der Forschung darin bestehen sollte, genau dies zu tun. Der Start eines militärischen KI-Rüstungswettlaufs sollte durch ein Verbot offensiver autonomer Waffen, die sich außerhalb der menschlichen Kontrolle befinden, verhindert werden.


Weitere Informationen stehen auf der Seite https://futureoflife.org/2018/07/18/ai-companies-researchers-engineers-scientists-entrepreneurs-and-others-sign-pledge-promising-not-to-develop-lethal-autonomous-weapons/

Letzter Stand: Ende August 2018 enden in Genf UN-Beratungen über den Umgang mit automatisierten Waffensystemen. An der Konferenz haben mehr als 70 Staaten teilgenommen. Auf Grund der Blockadehaltung der großen Staaten wurden keine Beschlüsse gefasst.

Homo sapiens. Der kluge Mensch. Der einsichtige Mensch. Einsicht durch Fragen.

Immer drängender wird die Frage WARUM?
Aber auch die Frage : Was? Was ist mein ganz persönlicher Anteil? Was kann ich tun?

Die Fragen hängen zusammen. Den Blick auf die militärischen Entwicklungen und die sich daraus ergebenen Gefahren zu lenken, ohne die Gründe für Kriege in den Blick zu nehmen, wäre zu wenig. Insbesondere weil erst aus den beiden Fragen nach dem Wie und dem Warum ein Ansatz für Handlungen entstehen kann.

Nie wieder sollte von Deutschland wieder Krieg ausgehen – so soll es Willy Brandt formuliert haben, und so steht es schon im Grundgesetz von 1949 im Artikel 26:

Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.

Was für Kräfte bewegen die Republik heute? Welcher Geist bestimmt das Handeln der Militäreliten, der NATO, der Bundesregierung und der Wirtschaft? Welcher Geist bestimmt uns mit unseren Hoffnungen und Ängsten?

Haben die Worte Willy Brandts noch eine Bedeutung? Willi Brandt hat der Welt gezeigt, wie Frieden geht. Ein Kniefall – Entspannungspolitik – „Wandel durch Annäherung“.

Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein, im Innern und nach außen.“

So sagte er in seiner ersten Regierungserklärung als Bundeskanzler am 28. Oktober 1969.

Ein Motto für eine Regierungserklärung auch 50 Jahre später!

Herr Paulitz, Leiter der Akademie Bergstraße für Ressourcen-, Demokratie- und Friedensforschung, Autor der Bücher „Anleitung gegen den Krieg“ und „Kriegsmacht Deutschland?“ hat es im letztgenannten Buch so formuliert:

Seit Jahren wird unverhohlen von Deutschland gefordert, es müsse eine führende Kriegsmacht werden, andernfalls seien Wohlstand, Freiheit sowie der innere und äußere Friede bedroht.Die Bundesrepublik wird gedrängt, die ihr zugedachte Rolle zu übernehmen. Man erklärt der politischen Klasse, sie habe „keine Wahl“. Sie habe der Bevölkerung zu vermitteln, dass sich Deutschland als militärische Ordnungsmacht in Afrika, im Nahen und Mittleren Osten und in Europa engagieren müsse. Als treibende Kraft soll Deutschland in Europa die gesamte Breite der Politikbereiche darauf ausrichten, den transnationalen Konzernen, „der Weltwirtschaft“ zu dienen. Als dienende Führungsmacht („Servant leader“) soll Deutschland andere Staaten unter Druck setzen, destabilisieren, mit brutalen Wirtschaftssanktionen bestrafen und mörderische Kriege führen.

Das Gefühl der Machtlosigkeit und Ohnmacht nimmt zu.
Jeder von uns spürt es.
Manch einer mag von den Themen nichts wissen, weil die Frage ‚Was kann ich tun?‘ im Hintergrund lauert und unbeantwortbar erscheint.

Aber Sie täuschen sich!

Was Sie denken und was wir alle denken, hat große Bedeutung. Ganzen PR-Abteilungen der Bundeswehr und NATO ist unsere Meinung wichtig, und sie versuchen, diese zu ändern – in ihrem Sinne! Aktuell hin zu einer größeren Gewaltbereitschaft.

Wir haben die Wahl. Als christliche Wertegemeinschaft. Oder als nicht christlich gebundene Menschen einer Bundesrepublik, die ihr Grundgesetz verteidigt.

Homo sapiens. Der kluge Mensch. Der einsichtige Mensch. Einsicht durch Fragen.