Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Altenholz

Strandtaufe am 9. Juni 2018

Liebe Freunde des Lebens,

wir feiern hier und heute am Falckensteiner Strand das Wunder des Lebens. Genauer gesagt: wir feiern sechs Wunder: John Luca, Oskar, Marlon, Paula, Linus und Johann.

Wenn man dem Wunder auf der Spur ist, kommt man schnell zur Einsicht: die Entstehung dieser sechs Leben, die Geburt „als Sprung in ein eigenständiges Dasein“, die faszinierende Entwicklungsfähigkeit, die Einzigartigkeit eines jeden Kindes … sind nicht menschliches Werk. Diese sechs Wunder verdanken sich einer anderen Ursache. Sie sind uns geschenkt und wir werden als Eltern (und Großeltern) zu Empfangenden. Gesegnet sind wir mit ihnen! Jeden Tag entdecken wir in diesen wunderbaren Geschöpfen ein Stück Himmel auf Erden: das erste Lächeln, die ersten zielgerichteten Greifaktionen, das erste Laut, der nach „Mama“ klingt. Ständig sind wir dem Wunder des Lebens (auch bei mancher Anstrengung) auf der Spur. Diese sechs Wunder sind nichts weniger als ein Fingerzeig auf Gott. Die Spuren Gottes, die in jedem von ihnen hinterlegt sind, lassen uns das Wunder des Lebens entdecken. Jeden Tag neu.

Uns verbindet somit die Erfahrung vom Wunder des Lebens. Eine Gemeinschaft der Beschenkten – eine: Wunder-Gemeinschaft. Eine Gemeinschaft, die in diesen Kindern Wunder erkennt und darin: Gott entdeckt.

Deswegen sind wir hier: am Strand, am Meer, über uns die Weite des Himmels, vor uns der unbegrenzte Horizont. Der Himmel, das Wasser, der weiche Sand, die Möwen, der Wind: alles Fingerzeige auf Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde. Hier feiern wir also die Taufe von sechs Wundern.
Taufe bedeutet, gewollt zu sein, wie wir in dem Lied gesungen haben: „Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur. Ganz egal, ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur. Du bist ein Gedanke Gottes, eine genialer noch dazu.“

Taufe bedeutet, geliebt zu sein. Und das bedeutet wiederum: wertvoll zu sein.
Taufe bedeutet, angenommen zu sein. Grundsätzlich und ohne Vorbedingungen. Das macht die Taufe zu einer heiligen Handlung.
Taufe bedeutet bejaht zu sein, denn Gott ist es, der sein „Ja“ als Überschrift über dem Lebensweg von Johann, Linus, Oskar, Paula, John Luca und Marlon spricht. Dieses Ja endet nie. Es eröffnet sozusagen bereits die Tür zur Ewigkeit.

Unsere schöne Aufgabe als Eltern und Familien, als Freunde und Paten, als Wunder-Gemeinschaft und Kirche besteht darin, dieses JA „abzubilden“. So können wir diesen Kindern selbst zum Segen werden. Wir spiegeln also zurück, was wir als Wunder empfangen haben. Und mittendrin ahnen und entdecken wir darin: GOTT. Den Liebhaber des Lebens!

Amen