Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Altenholz

Dreiklang Chorfest Lübeck

Die Norddeutschen können gemeinsam singen, von der Treene bis zur Peene. Dies hat das Chorfest „Dreiklang“ in Lübeck vom 15. – 17. Juli 2016 vernehmbar, „hörbar“ gemacht. Es war ein weiterer Stimm- bzw. Stimmungstest der noch relativ neuen Nordkirche –  in vollem Namen „Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland“. Auch unsere Kirchengemeinde Altenholz war vertreten durch den Jugendchor, durch Teilnehmer aus der Kantorei.

Es war ein volles Programm, und endlich überfüllte Kirchen! Beginnend mit dem Eröffnungskonzert in der Marienkirche am Freitag. Es gab einen starken Heinrich-Schütz-Akzent, wohl im Vorgriff auf das kommende Reformationsjubiläum. Aber die Teilnehmer ließen sich nicht leicht emporheben, vor allem in den Ansprachen wurde auf die schrecklichen Ereignisse dieser Tage hingewiesen. Dennoch stand fest:

Singen ist friedensstiftend! Im Projektchor der Kirchenmusiker entdeckten die Teilnehmer aus Altenholz wiederum Susanne Schwerk und Henner Schwerk.

Alle machten mit, durch Mitsingen im großen Rahmen, in thematisch breit gefächerten Projektgruppen. Hervorzuheben ist der quirlige Beitrag der gesammelten Jugendchöre, die im Dom probten und dort auch mit einem Jugendchorkonzert auftraten. Ostseepartnerschaft war sichtbar: ein litauischer Chor hob die Zuhörer in eine neue Stimmungslage, weg von Schütz und Bach. Und ein estnischer Schulchor sang auf dem Marktplatz.

Der Dreiklang (Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern) führte das ehedem ost-westlich gedachte Norddeutschland erfolgreich zusammen, jedenfalls war es im Singen ein leichtes und gut gelauntes Spiel. Dies vor dem Hintergrund der doch schwierigen Zusammenführung der genannten Kirchenregionen. Für die Teilnehmer aus Mecklenburg-Vorpommern schien Lübeck eine gute, schon architektonisch vertraute Wahl. Dennoch ist darauf zu achten, dass die Westküste beim nächsten Chorfestival „mitgenommen wird“.

Susanne Schwerk leitete den Choreinsatz der mitgereisten Altenholzer, mit nachbarschaftlicher Anreicherung, in der kleinen, charmanten Dorfkirche in Krummesse beim Sonntagsgottesdienst. Alle Chöre waren am Sonntag „zugeteilt“.

Was bleibt? Durchgängig gut gelaunte, zielstrebig zu neuen Musikereignissen strömende Chorleute hoben die Stimmung in einer schönen Stadt. Und es tat gut, in voll besetzten Kirchen zu sein, zu singen.

Rainer Wiechert