Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Altenholz

Wort zum Sonntag

Wort zum Sonntag

Chance der Bärenraupe, über die Straße zu kommen Keine Chance. Sechs Meter Asphalt. Zwanzig Autos in einer Minute. Fünf Laster. Ein Schlepper. Ein Pferdefuhrwerk. Die Bärenraupe weiß nichts von Autos. Sie weiß nicht, wie breit der Asphalt ist. Weiß nichts von Fußgängern, Radfahrern, Mopeds. Die Bärenraupe weiß nur, dass jenseits Grün wächst. Herrliches Grün, vermutlich fressbar. Sie hat Lust auf Grün. Man müsste hinüber. Keine Chance. Sechs Meter Asphalt. Zwanzig Autos in einer Minute. Fünf Laster. Ein Schlepper. Ein Pferdefuhrwerk. Geht los ohne Hast. Ohne Furcht. Ohne Taktik. Fünf Laster.…

Ostern – Pastor Okke Breckling-Jensen

Ostern – Pastor Okke Breckling-Jensen

Was ist Ostern für mich? Ich sehe in Ostern eine wundervolle Liebesgeschichte: Eine Liebesgeschichte zwischen Gott und Mensch. Zwischenzeitlich sah es ja nicht gut aus: Selbst Jesus mit seiner intensiven, unzerstörbar erscheinenden Gottesbeziehung schrie: Mein Gott, warum hast du mich verlassen?! Man kennt das aus Hollywoodfilmen, das Ende der Liebe scheint nah und man erwartet trotzdem ein Happyend. Und genau dieses Happyend feiern wir zu Ostern: Maria Magdalena erkennt Jesus im Garten. Und schon geht diese Liebesgeschichte zwischen Gott und uns Menschen weiter, denn ein Happyend ist es nicht: Kein Ende der Liebesgeschichte…

Wort zum Sonntag

Wort zum Sonntag

Hallo, Onkel Franz, ich habe mich sehr über deinen Brief gefreut, man bekommt ja so selten richtige Post, also aus Papier. Gleichzeitig hat mich das, was du geschildert hast, traurig gemacht. Und wütend. Und hilflos. Ich kann es ja verstehen, dass manche Deutsche unsicher sind, weil viele hilfesuchende Menschen aus anderen Ländern, mit anderer Sprache, Kultur und Religion zu uns gekommen sind. Dass im Bus so viele Ausländer sitzen, mag ja ungewohnt sein. Aber zu sagen, die sollte man in die Boote setzen, mit denen sie übers Mittelmeer gekommen sind,…

Frühschicht im Ankergrund zum Advent

Frühschicht im Ankergrund zum Advent

Macht hoch die Tür … Nun kommt sie auf uns zu: Die Adventszeit, die Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten. Die Erwartungen werden immer größer, die Zeit rinnt uns unter den Fingern davon, und die Vorsätze, es dieses Jahr anders zu machen sind dahin. Deswegen haben wir, Rahel Leonhardt und ich uns überlegt, im Advent wieder eine „Frühschicht“ einzulegen: Jeweils am Donnerstag, dem 1., 8., 15. und 22. Dezember morgens um 7.00 Uhr wollen wir im Ankergrund eine kleine Andacht feiern, maximal eine halbe Stunde mit Musik, Liedern, einem Text, einem Moment…

Jubiläum

Jubiläum

Seit fünf Jahren haben wir Klausdorfer wieder eine kirchliche Heimat. Fünf Jahre, in denen der Ankergrund tatsächlich einen Grund geboten hat, um Zuflucht vor den Stürmen des Lebens zu bieten, einen Grund, vor Anker zu gehen. Viele Konfirmanden haben hier ihre Zeit verbracht, viele Gespräche habe ich hier führen dürfen, der Handarbeitskreis hat hier ein neues Zuhause gefunden, für die wöchentlichen Treffen genauso wie für den Basar. Der Kindergottesdienst findet hier statt, die Pfadfinder haben hier eine zeitweilige Bleibe gefunden. Wir haben im Ankergrund taufen und Trauungen gefeiert, wir haben hier Abschied…

Erhobenen Hauptes

Erhobenen Hauptes

Seit einiger Zeit kommt es mir vor, als würde die Welt sich massiv in die falsche Richtung drehen: Intoleranz, Fundamentalismus, Nationalismus, Populismus, Terrorismus, immer stärkeres Misstrauen gegen: Die da oben, die Presse, die Kirche, Parteien, Polizei. Und dann: Haben wir in Osdorf, mitten im Dänischen Wohld einen wundervollen und berührenden Gottesdienst gefeiert: Das Evangelium auf Kurdisch und Deutsch, ein sehr gut gespieltes, nachdenkliches musikalisches Stück von Jugendlichen, eine Predigt, die Kopf und Herz und Seele anregte, Gebete, Texte, Musik, ein Glaubensbekenntnis einer Jugendlichen: Eine kurze Zeit, in der dem alltäglichen Wahnsinn und…

Wort zum Sonntag

Wort zum Sonntag

erschienen in den Kieler Nachrichten vom 23.04.2016 Konfirmationen – wozu das denn? Konfirmationen sind wohl das unbeliebteste Familienfest: Bei Taufen ist ein süßes Kind der Mittelpunkt, bei Trauungen kann ordentlich feucht-fröhlich gefeiert werden, aber eine Konfirmation? Elend lange  und langweilige Gottesdienste in einer muffigen Kirche, und die Feier danach? Essen, ein Bier, dann Kuchen und die ganze bucklige Verwandtschaft muss nüchtern ertragen werden. Warum tun einem die Jugendlichen das bloß an? Lassen wir doch einmal eine „schuldige“ Jugendliche zu Wort kommen, die schreibt, warum sie sich konfirmieren lässt: Ich möchte gerne konfirmiert…