Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Altenholz

In diesen Sommertagen

In diesen Sommertagen

Und wenn morgen die Welt unterginge, dann möchte ich sagen können, danke, es hat gereicht. Ich habe jeden Apfel und jeden Hummer genossen, und eins von beiden war immer da. An Wolkenspielen habe ich mich satt gesehen, und Wein war in den Gläsern und Brot auf dem Tisch, und unsere Gedanken schwappten über, in diesen Sommertagen.   Und wenn morgen die Welt unterginge, dann möchte ich sagen können, danke, ich habe geliebt. Mein Herz habe ich verschenkt, obwohl ich Angst hatte. Ich habe geküsst, auch wenn zu arbeiten ergiebiger gewesen…

Peter

Peter

Peter sagt: „Zuhause ist man, wenn man vermisst wird.“ Jetzt wird er vermisst. Nach 21 Jahren Obdachlosigkeit hat er nun ein Zuhause gefunden. In der Nähe von Holzminden an der Weser. Vor kurzem kam er noch einmal nach Altenholz. In den vergangenen Jahren ist er oft vorbeigekommen. Immer freundlich, nie aufdringlich, stets dankbar, wenn er Unterstützung erfuhr. Er kam bei Wind und Wetter mit seinem Fahrrad. Unangemeldet. Das erste Mal im strömenden Regen 2005 in Spätherbst. Über einen heißen, schwarzen Kaffee freute er sich. Einmal hat er bei uns übernachtet.…

Wort zum Sonntag

Wort zum Sonntag

Neues Leben Seit drei Jahren hatte Herr P. seine Unterkunft nicht mehr verlassen. Obwohl er erst 67 Jahre alt ist, lebt er seit 2013 im Pflegeheim. Das Schicksal von Herrn P. hatte mich nach unserer ersten Begegnung sprachlos gemacht. Nach dem Tod seines Sohnes war seine Ehe zerbrochen. Der zweite Sohn starb an den Folgen eines Aneurysmas vor 20 Jahren. Danach erkrankte Herr P. an Parkinson und wurde mit 54 Jahren als Krankenpfleger berufsunfähig. Inzwischen vermag er nicht mehr zu schreiben. Zu zittrig sind seine Hände. „Wie geht es Ihnen,…

Vertrauen

Vertrauen

Dass die Sonne aufgeht. Darauf kann man vertrauen! Dass es ergiebiger ist, an Gott zu glauben als nichts zu glauben, denn das Nichts hat nicht viel zu bieten! Dass Radfahren auch ohne Stützräder funktioniert. Dass es Rettung gibt – manchmal ganz unverhofft. Dass das Leben freundlicher wird, wenn man beschließt, den Ärger und die Enttäuschungen zu begraben. Dass die Sterne auch dann da sind, wenn man sie nicht sieht. Dass die Ferien schön werden, auch wenn man nie vorher sagen kann, wie es genau werden wird. Dass wir aufbrechen.  Dass…

Aufbruch!

Aufbruch!

Bis 2005 wurde die ökumenische Communauté Taizé von Frère Roger geleitet. Nach dessen Tod fehlte nicht nur dessen versöhnungsstiftendes Charisma, sondern es verstärkte sich nach 2005 der Eindruck, dass die von Frère Roger bis dahin betonte ökumenische Einheit in Taizé nun einer unterschwelligen Akzentuierung der konfessionellen Verschiedenheit „geopfert“ wurde. Jetzt schreiben wir das Jahr 2017 und ich lese mit großer Freude den Jahresbrief von Taizé „Gemeinsam Wege der Hoffnung öffnen“. In diesem Brief liest man Sätze wie diese: „Müssten die Kirchen nicht den Mut haben, sich unter ein und dasselbe…

Aushängeschild

Aushängeschild

Unsere Tochter Antje verbringt ihr freiwilliges, soziales Jahr (FSJ) seit sechs Monaten in Indien. Was sie uns seitdem über dieses riesige, bevölkerungsreiche Land mit seinen 1,2 Milliarden Menschen berichtet, empfinde ich bereichernd und faszinierend.Antje schrieb vor einigen Wochen: „Mich begeistert die Offenheit und Hilfsbereitschaft der Menschen, die faszinierende Kultur, die unglaublich chaotisch wirkenden, aber dennoch funktionierenden Großstädte“. Uns ist dieser Subkontinent Indien inzwischen sehr nah gekommen. Antje ist mit ihren Erfahrungen zur Botschafterin für dieses bunte, lebendige und atemberaubende Land geworden. Ajit war für ein FSJ in September 2016 nach…

Wunder des Lebens

Wunder des Lebens

Die Frau hat 10 Enkel. Und nun: ihr erstes Urenkel. Sie trägt das 2847 g leichte Leben sanft als einen unendlich kostbaren Schatz. Ihre Augen spiegeln Freude, Wärme, Staunen, Berührung und vor allem: Dankbarkeit. Mit ihren 87 Jahren hält sie nun das für sie größte Geschenk in den Armen. Keine Frage: Julia ist ein Wunder. Ein Geschenk des Himmels. Das zarte, kleine Mädchen ist zum Segen für die Urgroßmutter geworden. Das Kind, das sie hält, ist zu einer Begegnung mit Gott geworden. Noch ein Wunder! Vor 15 Jahren erkrankte Frank.…